Ganztagsausbildung Atemschutz am 07.03.2026

Die jährliche Ganztagsausbildung für die Atemschutzgeräteträger startete um 8.00 Uhr in der Früh mit der Wiederholung der Einsatzgrundsätze unter Atemschutz.

Zu diesen Einsatzgrundsätzen zählen zum Beispiel die Überprüfung der vollständigen, einsatzbereiten und einsatztauglichen Schutzausrüstung wie z.B. des Pressluftatmers (PA), der Atemmaske oder der Kleidung. Auch das vorgehen unter Atemschutz und vieles mehr waren wichtige Punkte.

Nach der kurzen Auffrischung der Theorie ging es zur ersten Übung. Diese beinhaltete das Vorgehen bei einem „Atemschutznotfall“ (Unfall eines Atemschutzgeräteträgers im Einsatz). Dabei standen die Aufgaben des „Sicherheitstrupps“ (bereitstehender Trupp unter Atemschutz zur Rettung, im Falle eines Atemschutznotfalls) im Vordergrund. Die Kameraden haben den Einsatz und den Umgang mit der Atemschutznotfalltasche wiederholt. Zudem übten die Kameraden das umstecken des Lungenautomaten des Trupppartners, an das eigene Gerät um im Notfall auf einen Atemluftverlust reagieren zu können.

Nachdem die Kameraden diese Übung abgeschlossen haben ging es zur nächsten Übung. Diese beinhaltete das Vorgehen bei einem Brand in einem Zimmer im 1.OG mit unklarer Lage. Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz mit Vornahme eines C-Rohrs, Brechwerkzeug und der Wärmebildkamera in das Haus vor, um den betroffenen Raum ausfindig zu machen. Nachdem dieser gefunden war, ging der Trupp unter Anwendung der „rechten-Hand-Regel“ (Regel beim Absuchen von Räumen die beschreibt, dass der Trupp sich immer rechts zu halten hat.) in den Raum vor. In der Mitte des Raumes konnte eine bewusstlose Person festgestellt werden, die von dem Trupp sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht und von einem weiteren entgegen genommen wurde. Anschließend begab sich der Angriffstrupp zurück in den Brandraum um den Brandherd weiter ausfindig zu machen. Dieser konnte auch eine Gasflasche im Raum feststellen. Da diese eine hohe Gefahr für den Trupp darstellte, trug dieser die Gasflasche nach draußen, wo sie von einem weiteren Trupp gekühlt werden konnte. Nach der Rückkehr in den Brandraum, konnte auch der Brandherd ausfindig gemacht werden. Dieser wurde dann vom Angriffstrupp abgelöscht. Als dieser den Brand gelöscht hatte, suchte er noch mit Hilfe der Wärmebildkamera nach Glutnestern. Zum Schluss schuf der Trupp eine Abluftöffnung, um die Räume belüften zu können und so zu entrauchen.

Als nächstes stand das Mittagessen an, bei diesem auch eine Auswertung der Übung gemacht wurde. Nach der Pause war für die Kameraden eine abschließende Einsatzübung geplant.

Zur Abschlussübung wurden die Kameraden zu einem Feuer in einer leerstehenden Lagerhalle mit unklarer Lage gerufen. Nach der Ankunft am Einsatzort erhielten die Trupps ihre Aufträge. Der Angriffstrupp machte sich bereit unter PA mit einem C-Rohr unter Anwendung der rechten-Hand-Regel in die Halle vorzugehen. Bei dem öffnen der Tür konnte eine Person in einem verrauchten Flur festgestellt werden. Diese wurde aus dem Gebäude begleitet und dem Rettungsdienst übergeben.

Anschließend konnte der Angriffstrupp seinen Weg fortsetzen. Der Trupp stieß auf einen weiteren Raum und ging hinein. Da man durch die unklare Lage noch davon ausgehen musste das sich noch weitere Personen im Gebäude befinden, rief und suchte der Angriffstrupp nach möglichen weiteren Personen. Es dauerte auch nicht lang bis ein Kind auf sich Aufmerksam machte. Kurz darauf fand der Angriffstrupp das Mädchen welches mit einem verletzten Bein am Boden lag. Der Angriffstrupp setzte ihr unverzüglich die Fluchthaube auf und konnte das Mädchen unter Berücksichtigung der Verletzung nach draußen tragen wo sie vom Rettungsdienst empfangen wurde.

Anschließend ging der Angriffstrupp zurück und stieß nun in die Lagerhalle vor, die massiv verraucht war. Der Trupp ging unter „Nullsicht“ (praktisch blind) in die Halle um den eventuellen Brandherd ermitteln zu können.

Währenddessen machte sich ein weiterer Trupp unter PA in das Gebäude unter Anwendung der linken-Hand-Regel auf um die andere Seite nach dem unklaren Brandherd abzusuchen.

Mittlerweile war der Angriffstrupp in die Lagerhalle vorgestoßen. Als nächstes sollte der Angriffstrupp einen Atemschutznotfall mit Atem- und Kreislaufproblemen simulieren also fiel der Angriffstruppmann um, war allerdings noch ansprechbar. Schnell betätigte der Angriffstruppführer die Notfalltaste am Funkgerät und rief „Mayday, Mayday, Mayday! Angriffstruppmann mit Schwindel, Übelkeit und Atemproblemen!“. Auch die Position seines Trupps gab der Angriffstruppführer durch sodass der Sicherheitstrupp zur Rettung kommen konnte. Der Sicherheitstrupp machte sich unverzüglich in die Lagerhalle auf um den verunfallten Angriffstruppmann retten zu können. Der Sicherheitstrupp tastete sich ebenfalls unter Nullsicht am Schlauch des Angriffstrupps vor bis er ihn fand. Anschließend ging es darum den verunfallten Kameraden aus dem Gebäude zu bringen und dem Rettungsdienst zu übergeben.

In der Zwischenzeit hatte der zweite Trupp unter PA den Brandherd ermittelt, abgelöscht und kam zur Unterstützung des Sicherheitstrupps.

Nachdem der verunfallte Kamerad gerettet war, endete die Übung. Abschließend gab es noch eine Auswertung und danach machten sich die Kameraden zum Abmarsch fertig, verlasteten die Gerätschaften und fuhren zurück ins Feuerwehrdepot.

Das ständige wiederholen und Üben von Szenarien ist gerade für Atemschutzträger immer wieder sehr wichtig um sich selbst und andere nicht in Gefahr zu bringen.

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