Am 11. September 2026 führte die Einsatzabteilung der Feuerwehr Oderwitz einen Ausbildungsdienst zu den Themen „Kleinlöschgeräte“ und „Grundlagen der technischen Hilfeleistung“ durch. Die Ausbildung wurde in zwei Stationen aufgeteilt und verband die Vermittlung theoretischer Grundlagen mit praktischen Übungen.
An der ersten Station beschäftigten sich die Kameradinnen und Kameraden mit verschiedenen Kleinlöschgeräten. Zu Beginn wurden die unterschiedlichen Brandklassen sowie die daraus resultierende Auswahl geeigneter Löschmittel erläutert. Anschließend erfolgte die Vorstellung der auf den Feuerwehrfahrzeugen mitgeführten Kleinlöschgeräte. Hierzu gehörten unter anderem das Hochdrucklöschgerät HiPRESS, Pulverlöscher und Kohlenstoffdioxidlöscher.


Im praktischen Teil konnten die Einsatzkräfte die verschiedenen Geräte selbst anwenden. Dabei standen die richtige Inbetriebnahme, die Wahl eines geeigneten Standorts sowie der sichere und zielgerichtete Einsatz der Löschmittel im Mittelpunkt. Ziel der Station war es, den sicheren Umgang mit den Kleinlöschgeräten zu festigen und ihre jeweiligen Einsatzmöglichkeiten und Grenzen zu verdeutlichen.
Die zweite Station behandelte die Grundlagen der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Zunächst wurden verschiedene Möglichkeiten zur Sicherung eines verunfallten Pkw besprochen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Fahrzeugen in instabiler Lage sowie auf der Sicherung eines Fahrzeugs in Hanglage. Die Kameradinnen und Kameraden befassten sich mit den möglichen Gefahren durch unkontrollierte Fahrzeugbewegungen und den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen.


Im weiteren Verlauf wurde das auf dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 verlastete Stabilisierungssystem Stab-Fast vorgestellt. Nach der theoretischen Einweisung bauten die Einsatzkräfte das System gemeinsam auf und sicherten damit einen Übungs-Pkw. Dabei wurden die einzelnen Komponenten, deren richtige Positionierung sowie das schrittweise Vorgehen beim Stabilisieren eines Fahrzeugs erläutert und praktisch umgesetzt.
Der Ausbildungsdienst bot den Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit, vorhandene Kenntnisse zu wiederholen und den sicheren Umgang mit wichtigen Einsatzmitteln zu trainieren. Sowohl Kleinlöschgeräte als auch Maßnahmen zur Stabilisierung verunfallter Fahrzeuge können bereits in der frühen Phase eines Einsatzes von entscheidender Bedeutung sein. Regelmäßige praktische Übungen tragen deshalb wesentlich dazu bei, im Einsatzfall schnell, sicher und zielgerichtet handeln zu können.

