Dienst der Einsatzabteilung am 08.05.2026

Am 08.05.2026 fand der reguläre Ausbildungsdienst der aktiven Abteilung der Feuerwehr Oderwitz statt. Im Mittelpunkt der Ausbildung stand die taktische Überdruckbelüftung von Brandräumen und Brandwohnungen – eine wichtige Maßnahme zur Unterstützung der Brandbekämpfung und zur Verbesserung der Sicherheit von Einsatzkräften und Betroffenen.

Besonders erfreulich war an diesem Abend der Besuch unserer Partnerfeuerwehr aus Schlierbach (Baden-Württemberg), deren Kameraden den Ausbildungsdienst begleiteten und einen Einblick in unsere Ausbildung erhielten.

Zu Beginn wurden im Rahmen eines theoretischen Unterrichts die Grundlagen der taktischen Belüftung vermittelt. Dabei wurden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten, Anwendungsbereiche sowie Vor- und Nachteile verschiedener Belüftungssysteme erläutert. Ebenso wurden die in der Feuerwehr Oderwitz vorhandenen Lüfter vorgestellt, deren Bedienung erklärt und wichtige Einsatzgrundsätze besprochen.

Im praktischen Teil der Ausbildung konnten die Kameradinnen und Kameraden das zuvor vermittelte Wissen direkt anwenden. Beide vorhandenen Lüfter wurden in Betrieb genommen und das korrekte Aufstellen sowie Ausrichten der Geräte geübt.

Die Feuerwehr Oderwitz verfügt über zwei unterschiedliche Überdrucklüfter. Auf dem LF 10 ist ein benzinbetriebener Lüfter verlastet, während sich auf dem TLF 4000 ein elektrisch betriebener Lüfter befindet.

Beide Systeme besitzen spezifische Vor- und Nachteile. Der elektrisch betriebene Lüfter kann aufgrund seines emissionsfreien Betriebs auch innerhalb von Gebäuden eingesetzt werden. Allerdings ist er durch die notwendige Stromversorgung an einen Stromerzeuger gebunden. Der benzinbetriebene Lüfter hingegen arbeitet unabhängig von einer externen Stromquelle und kann flexibel eingesetzt werden. Aufgrund der entstehenden Abgase darf er jedoch ausschließlich außerhalb von Gebäuden betrieben werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung war die richtige Anwendung der Überdruckbelüftung im Einsatz. Dabei gilt es insbesondere darauf zu achten, dass Rauchgase nicht unkontrolliert in bislang unbetroffene Gebäudebereiche gedrückt werden. Ebenso muss verhindert werden, dass ein Brand durch die zusätzliche Sauerstoffzufuhr ungewollt angefacht wird.

Für eine effektive Überdruckbelüftung ist zudem das Zusammenspiel von Zu- und Abluftöffnung entscheidend. Die Abluftöffnung sollte dabei etwa die gleiche Größe wie die Zuluftöffnung besitzen oder leicht kleiner sein, damit sich im Gebäude ein wirksamer Überdruck aufbauen kann. Außerdem muss der Luftstrom des Lüfters die gesamte Zuluftöffnung abdecken, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Bei größeren Gebäuden oder weitläufigen Räumlichkeiten können hierfür auch mehrere Lüfter gleichzeitig eingesetzt werden.

Der Ausbildungsdienst vermittelte den Teilnehmern wichtige Kenntnisse für den Einsatzalltag und zeigte einmal mehr, wie entscheidend eine korrekt angewendete Überdruckbelüftung für eine sichere und erfolgreiche Brandbekämpfung sein kann.

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