Am Donnerstag stand für mehrere Atemschutzgeräteträger verschiedener Feuerwehren eine besonders anspruchsvolle Ausbildung auf dem Programm. In Görlitz bot sich den Einsatzkräften die Möglichkeit, unter realitätsnahen Bedingungen in einem Feststoffbrandcontainer zu trainieren.
Bei Temperaturen von bis zu 500 °C wurden verschiedene Einsatzszenarien unter Atemschutz durchlaufen. Ziel der Ausbildung war es, das Verhalten von Bränden in geschlossenen Räumen besser zu verstehen und die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte im Innenangriff zu stärken.
Zu den Ausbildungsinhalten gehörten unter anderem das Bewältigen einer Hindernisstrecke, das richtige Vorgehen bei der Brandbekämpfung in Innenräumen sowie das Erkennen und Verhindern gefährlicher Brandphänomene wie einer Durchzündung. Dabei konnten die Kameradinnen und Kameraden unmittelbar beobachten, wie sich Hitze, Rauchgase und Feuer unter realen Bedingungen verhalten.






Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Einsatzstellenhygiene. Nach Brandeinsätzen sind Feuerwehrangehörige häufig mit gesundheitsschädlichen Rückständen wie Ruß, Rauchgasen und sogenannten PAK (Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen) belastet. Diese Stoffe entstehen bei unvollständigen Verbrennungsprozessen und gelten teilweise als krebserregend.

Aus diesem Grund wurde den Teilnehmern die korrekte Vorgehensweise beim Ablegen der kontaminierten Schutzausrüstung vermittelt. Durch das richtige Entkleiden kann verhindert werden, dass Schadstoffe über Hautkontakt oder Verschleppung in Fahrzeuge, Gerätehäuser oder private Bereiche gelangen.
Nach Abschluss der praktischen Ausbildung wurde die verschmutzte Einsatzkleidung fachgerecht verpackt und zur Reinigung gegeben. Anschließend erfolgte die gründliche Reinigung der Einsatzkräfte mit speziellen Reinigungsmitteln, bevor der Ausbildungstag gemeinsam am Feuerwehrdepot in Oderwitz seinen Abschluss fand.
Die Ausbildung im Brandcontainer stellt einen wichtigen Bestandteil der Atemschutzfortbildung dar und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Einsatzkräfte im Ernstfall. Nur durch regelmäßiges Training unter möglichst realistischen Bedingungen können die hohen Anforderungen im Innenangriff sicher bewältigt werden.

